Donnerstag, 12. Juni 2014

Drowning

Ich will dir so viel sagen. Von mir erzählen, den Dingen die ich gesehen und getan habe. Dass du verstehst, wer ich wirklich bin. Wollte ehrlich und wahr sein, dir gefallen. Aber ich konnte es einfach nicht. Niemand würde kranke Gedanken hören wollen. Niemand würde kaputte Menschen lieben wollen. Du würdest mich nicht wollen. Könnte ich erklären, weshalb ich manchmal so klammere und dann wieder kalt bin, warum ich erst ungehemmt lache und dann wieder bitterlich weine, würdest du vielleicht verstehen, warum ich bisher nie so nah an dir war. Vielleicht würdest du sogar verstehen, weshalb ich so ein Monster bin. Aber du weißt nicht von dieser unmenschlichen Seite. Nur ich weiß davon. Niemand sonst. Keiner möchte sowas sehen. Dein Mitleid würde ich nicht wollen, deine Zuneigung hätte ich nie verdient. Deine Aufmerksamkeit habe ich nicht bekommen. Wie kann es nur so schwer sein, über sich selbst zu sprechen? Nicht über das offensichtliche Ich, sondern das dunkle unbekannte Etwas, was man immer versteckt hält und nur dann frei lässt, wenn man nachts allein im Bett liegt und sich von all den Zweifeln und Ängsten überkommen lässt. Ich würde dir so gern das Monster zeigen, vielleicht würdest du mich vor ihm beschützen. Ich werde es aber nicht tun, denn die Angst, dass du der Mensch bist, der mich dem Monster zum Fraß vorwirft, ist größer als alles andere. Größer als die Angst, dass es mich einfach im Schlaf holt.
Es wäre vielleicht besser gewesen dir nie begegnet zu sein. Die Küsse und Berührungen hätten nie geschehen dürfen, egal wie schön es war. Denn du wirst mich nicht wollen. Du wirst vor dem Monster fliehen. Und das Monster wird mich holen.

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