Sonntag, 15. Juni 2014

Was soll das schon sein, mit der Liebe

Gott, du warst mir nie sonderlich aufgefallen. Keinen Kopf um dich gemacht. Und dann plötzlich redet man miteinander und denkt monatelang an nichts anderes mehr. Jede Sekunde, am Tag, in der Nacht. Bin dir so nah, aber ferner als irgendwem anders. Ich will diese Distanz nicht, ich will sie überbrücken. Dir endlich alles sagen und mit dir reden. In diese wunderschönen Augen blicken und mich drin verlieren. Mich mit dir verlieren. Einfach ganz ehrlich sein, Ich sein, Wir sein. Hast einfach alles verändert, auf den Kopf gestellt und durcheinander gebracht. So sehr, dass ich noch viel weniger weiß, wer ich bin oder sein will, als vorher. Obwohl das nicht ganz stimmt, wer ich sein will, weiß ich. Der Mensch, den du mehr begehrst als alle anderen. Dem du vertraust, den du liebst und nicht gehen lassen wirst. Dem du alles erzählst, dem du zuhörst und mit dem du lachst. Mit dem man einfach ganz einfach und natürlich ist. Wo nichts falsch ist, alles ganz normal. Will dir in die Seite boxen, wenn du doofe Scherze über meine Macken machst und dann gemeinsam mit dir darüber lachen. Abends neben dir im Bett liegen, blöde Filme sehen und mich geborgen und beschützt fühlen. Will dir sagen, dass ich dich liebe, um dir dann ganz flüchtig die Wange zu küssen. Dir durch das Haar fassen, nur um dich zu beobachten, wenn du dich darüber aufregst und alles wieder richtest. Ganz einfach mit dir sein.
Vielleicht bin ich ja kaputt und habe so viele Fehler gemacht, wie nur wenige Menschen in diesem Alter, aber du gibst mir den Mut mich selber zu finden. Die Gründe für jeden Fehler endlich zu vernichten. Du bringst mich dazu immer mehr Ich zu werden. Mich so zu verändern, dass ich mich selber akzeptiere. Würde alles für dich tun, nicht um dir besser zu gefallen, besser zu dir zu passen. Einfach, weil ich es will. Weil es mich glücklich macht, mir Hoffnung gibt und Spaß macht. Ganz einfach, weil mein Herz das will, dich will, uns will.
Vielleicht sage ich dir das eines Tages und du wirst darüber lachen, wie blöd ich eigentlich bin. Aber hey, wenn ich blöd bin, dann bin ich es gern, nur weil du es sagst.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Drowning

Ich will dir so viel sagen. Von mir erzählen, den Dingen die ich gesehen und getan habe. Dass du verstehst, wer ich wirklich bin. Wollte ehrlich und wahr sein, dir gefallen. Aber ich konnte es einfach nicht. Niemand würde kranke Gedanken hören wollen. Niemand würde kaputte Menschen lieben wollen. Du würdest mich nicht wollen. Könnte ich erklären, weshalb ich manchmal so klammere und dann wieder kalt bin, warum ich erst ungehemmt lache und dann wieder bitterlich weine, würdest du vielleicht verstehen, warum ich bisher nie so nah an dir war. Vielleicht würdest du sogar verstehen, weshalb ich so ein Monster bin. Aber du weißt nicht von dieser unmenschlichen Seite. Nur ich weiß davon. Niemand sonst. Keiner möchte sowas sehen. Dein Mitleid würde ich nicht wollen, deine Zuneigung hätte ich nie verdient. Deine Aufmerksamkeit habe ich nicht bekommen. Wie kann es nur so schwer sein, über sich selbst zu sprechen? Nicht über das offensichtliche Ich, sondern das dunkle unbekannte Etwas, was man immer versteckt hält und nur dann frei lässt, wenn man nachts allein im Bett liegt und sich von all den Zweifeln und Ängsten überkommen lässt. Ich würde dir so gern das Monster zeigen, vielleicht würdest du mich vor ihm beschützen. Ich werde es aber nicht tun, denn die Angst, dass du der Mensch bist, der mich dem Monster zum Fraß vorwirft, ist größer als alles andere. Größer als die Angst, dass es mich einfach im Schlaf holt.
Es wäre vielleicht besser gewesen dir nie begegnet zu sein. Die Küsse und Berührungen hätten nie geschehen dürfen, egal wie schön es war. Denn du wirst mich nicht wollen. Du wirst vor dem Monster fliehen. Und das Monster wird mich holen.

Dienstag, 3. Juni 2014

Lieber Neubeginn als was das Alte verspricht

kennt ihr das, diese momente in denen man sich fragt, weshalb man so ist, wie man nun mal ist? schwierige sache. eigentlich strebt doch jeder danach sich selbst zu perfektionieren, es sich selbst und jedem anderen recht zu machen. keiner findet sich gut so wie er ist. einige müssen von anfang an mit schweren kreuzen durch das leben schreiten. andere schweben quasi unbeschwert hindurch. man ist neidisch auf andere und will sich selbst verändern. aber man ändert sich selten einfach so von selbst. es gibt immer ausschlaggebende punkte und situationen, die das für uns tun. meistens sind das weniger gute als schlechte umstände, die uns zu veränderungen bewegen. wer verletzt wird, möchte stärker sein. also wird man kalt und hart nach außen. redet nicht mehr viel über dinge, die man besser nicht verschweigen sollte. man hat angst, dass andere zu viel wissen. wer deine schwachstellen kennt, kann sie leicht ausnutzen und dich noch mehr verletzen. wer will das schon? aber dabei bleibt man immer selbst auf der strecke. die menschen, denen man so unendlich viel zu sagen hätte, schweigt man an. man erzählt ihnen nicht von der düsteren vergangenheit und den vielen problemem, aus angst sie zu verlieren. dadurch entsteht so viel distanz, die man so gern überbrücken möchte. wir tun es aber nicht, weil wir glauben den anderen zu kennen und richtig einzuschätzen. aber wie können wir das schon? man weiß ja nichts, man redet ja nicht. vielleicht würde er es verstehen, wenn man ihm die chance dazu gäbe. vielleicht würde er dann aber endgültig gehen. egal, wie du's wenden willst. du findest einfach kein schlupfloch, keinen goldenen mittelweg, der alles zum guten wendet. den findet man aber nicht, wenn man nicht endlich lernt die karten auf den tisch zu legen, ungeachtet der konsequenzen. wer dich will, wird verstehen, warum du so scheiße bist. vielleicht ändert es auch seine meinung. wer nicht genug fühlt, wird so oder so irgendwann vollkommen verschwinden. egal wie. einfach mal fresse auf und alles raus hauen. anders erfährt man offensichtlich nicht, ob der gegenüber dich genug schätzt, um dir die chance auf einen neubeginn zu geben. was zum schluss auf jeden fall übrig bleibt, ist die schonungslose und ungeschminkte wahrheit. und nur die bringt dich zum ziel. egal ob schmerzhaft oder nicht.